10.02.2026

Deutschland möchte, dass Unternehmen für erneuerbare Energien die Kosten für Netzanschlüsse übernehmen.

Die deutsche Regierung plant, Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien Gebühren für den Anschluss an das Stromnetz zu berechnen, um der schnell steigenden Nachfrage nach Erweiterung gerecht zu werden, wie aus einem am Montag von Reuters eingesehenen Entwurf eines Gesetzes hervorgeht.

Die Maßnahme, über die zuerst das Magazin Spiegel berichtete, würde das aktuelle System ersetzen, bei dem Unternehmen auf der Grundlage des Eingangsdatums an das Netz angeschlossen werden dürfen.

„Der Anschluss von Erzeugungs-, Speicher- und Verbrauchseinrichtungen an das Stromnetz steht vor immer größeren Herausforderungen“, heißt es im Text des Gesetzesentwurfs des Wirtschafts- und Energieministeriums.

„Dies liegt zunächst an der schieren Anzahl von Anträgen auf Netzanschlüsse, mit denen die Netzbetreiber in Deutschland konfrontiert sind. Insbesondere die anhaltende Flut von Anträgen großer Batteriespeichersysteme überlastet die Netzbetreiber und blockiert andere Netzanschlussanträge.“

Deutschland gehört zu den europäischen Ländern, die trotz zunehmender Kritik von US-Präsident Donald Trump mit einer grünen Energieagenda vorankommen.

Wind- und Solarenergie haben im letzten Jahr in der Europäischen Union erstmals mehr Strom erzeugt als fossile Brennstoffe.

Der Gesetzesentwurf soll Anreize für den Bau an Standorten schaffen, die für das Netz vorteilhaft sind.