Die Rohölpreise stiegen am Montag, da die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Befürchtungen über Lieferunterbrechungen erhöhten und eine geopolitische Risiko-Prämie in den Markt drängten. Zusätzliche Unterstützung kam von Berichten über historisch niedrige OPEC-Produktion und neuen US-Sanktionen gegen Einzelpersonen und Unternehmen, die mit den Ölexporten des Iran nach China verbunden sind. Daher legte Brent-Rohöl um 3 % auf 104,21 USD pro Barrel zu, und WTI-Rohöl erhöhte sich um 3 % auf 98,07 USD pro Barrel.
Die britischen Gaspreise für die kurzfristige Versorgung stiegen am Montag weiter an, da die Heiznachfrage aufgrund kälterer Wetterbedingungen zunahm. Darüber hinaus unterstützten schwächere LNG-Zuflüsse und reduzierte Langeled-Ströme aufgrund von Wartungsarbeiten. Infolgedessen stieg der NBP-Spotvertrag um über 4 % und schloss bei 115,20 p/therm.
Weiter auf der Kurve gewann der Winter 2026-Vertrag um 4 % auf 115,32 p/therm, angetrieben durch höhere geopolitische Spannungen angesichts widersprüchlicher Aussagen aus dem Iran und den Vereinigten Staaten.
Die europäischen Strompreise für den vorrangigen Tag stiegen am Montag, bedingt durch einen Rückgang der erneuerbaren Erzeugung sowie leichte Reduzierungen der Kernkraftproduktion in Frankreich. So sprang der deutsche Spotpreis um fast 6 % auf 93,31 EUR/MWh, während sein französisches Pendant um 136 % auf 69,63 EUR/MWh anstieg.
Die Terminverträge bewegten sich ebenfalls nach oben, unterstützt durch einen Anstieg der Kohlenstoffzertifikate. Der Stromvertrag für Deutschland im Jahr 2027 schloss bei 92,31 EUR/MWh, während der französische Frontjahrvertrag bei 53,32 EUR/MWh endete.
Am Montag stiegen die Kohlenstoffpreise aufgrund starker Nachfrage und politischer Unterstützung, einschließlich der Programme zur Dekarbonisierung der Industrie und dem CBAM-Mechanismus der EU, der hilft, einen strukturellen Preisboden zu verstärken. Der Markt bleibt jedoch volatil aufgrund bevorstehender ETS-Reformen und der Unsicherheit über zukünftige Klimapolitik, die die Stimmung beeinträchtigen könnte.
Daher wurden die EUAs, die im Dezember 2026 auslaufen, zu 77,18 EUR/Tonne gehandelt.
12.05.2026